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Die Geschichte der Whiskyentstehung

Timeline - Geschichte

Das Alter von (Scotch) Whisky

Prohibition

TRennlinie

Timeline - Geschichte

Es gibt viele Gerüchte, wann und wer zum ersten Mal einen Whisky gebrannt hat. Der erste schriftliche Hinweis kommt aus dem Jahre ...

1494 John Cor, Mönch im schottischen Kloster Lindores, bekommt Gerstenmalz, um daraus aqua vitae, also uisge beatha, Malzwhisky zu machen.

1608 Die irische Provinz Colrane bekommt eine Lizenz zur Produktion von Whiskey.

1644 Der schottische König erhebt eine Steuer auf Whiskey, um seine Kriege zu finanzieren.

1789 Der Legende nach brennt Prediger Elijah Craig als erster in den Vereinigten Staaten von Amerika Whiskey. Daraus wird später die Tradition des Bourbons entstehen.

1823 Nach vielen Fehlversuchen wird mit einem neuen Gesetz („Excise Act“) ein weiterer Anlauf genommen, die Steuer auf Whiskey in Schottland und Irland zu vereinheitlichen. Immerhin wird sie danach besser akzeptiert und zur Grundlage einer Industrie. Der erste Brenner, der eine Lizenz erwirbt, ist George Smith von Glenlivet.

1829/30 Der Schotte Robert Stein und - in verbesserter Form - der Ire Aeneas Coffey, erfinden die „continuous“ oder „Coffey still“. Diese neue Form der Destillation ist sehr ökonomisch und revolutioniert die Produktion von Whiskey

1853 Andrew Usher bietet einen „Old Vatted Glenlivet“ an. Er gilt als der Vater eines neuen Whiskytyps, der Blended Scotch, bei dem reiner Malt Whisky mit dem neuartigen Getreidewhisky gemischt, geblendet ist.

1879 Die 1863 zum ersten Mal aufgetauchte Reblaus hat fast alle europäischen Weinberge vernichtet. Daher gibt es auch keinen Weinbrand mehr. Schottische Whiskyhändler, wie John Buchanan (Black & White), die Walkers aus Kilmarnock oder die Dewars (White Label), erkennen ihre Chance und erschaffen bis heute bekannte Whiskeymarken. Der „Blended Scotch“ wird zum begehrtesten Getränk der Welt.

1898 Der Bankrott der Gebrüder Pattison gefährdet die gesamte schottische Whiskyindustrie, die sich in einem Boom befunden und viele neue Destillerien gebaut hat.

1909 Eine „Royal Commission“ entscheidet endgültig, dass alle drei Typen von Whiskey - der Malt, der Grain und der Blended - auch als „Whiskey bezeichnet werden dürfen.

1915 Es wird eine Mindestlagerzeit für Whiskey festgelegt. Diese beträgt drei Jahre.

1919- 1933 In den USA herrscht Prohibition, was große Auswirkungen auf die Whiskeyproduktion weltweit hat. (Artikel "Qualitätsmerkmale")

1923 Masataka Taketsuru kehrt nach seinen Lehrjahren in Schottland, die er u.a. bei der Brennerei Lagavulin auf Islay verbracht hat, zurück
nach Japan und baut für Shanjiro Tori die Yamazaki-Destillerie.

1963 William Grant & Sons beginnen ihren „Glenfiddich“ als ersten Single Malt weltweit zu verkaufen.

1969 In der Glenfiddich-Brennerei in Dufftown wird das erste Visitor Centre überhaupt eröffnet.

2008 Die Europäische Union legt eine verbindliche Whiskey-Definition fest.

2009 legt die Scotch Whisky Regulations eine Verordnung fest, in der erstmals festgelegt wurde, dass Scotch Whisky in Fässern aus Eiche reifen muss.

Das Alter von (Scotch) Whisky

oder auch: Entstanden aus einem Kuhhandel. Denn: Nicht wegen der Qualität musste Whisky ins Fass! Die Geschichte von unserem Whisky hat ein paar einzelne hervorstechende Eckdaten und die gesetzliche Vorschriften entstanden aber nicht mit dem Fokus in punkto auf Qualität, sondern aus rein wirtschaftlichen Interessen. Aber schauen wir uns mal die Eckdaten an.


Die 3 ersten gesetzliche Vorschriften über (Scotch) Whisky.

* Mindestalkoholgehalt von 40 %Vol.

*3 Jahre Mindestreifungszeit

* Lagerung in Eichenfässern

Diese 3 und noch weitere Punkte sind mittlerweile fest in der Whisky-Industrie verankert, was allerdings auf den ersten Blick nach Entscheidungen zu Gunsten der Qualität anmutet, entstand in Teilen lediglich aus einem Kuhhandel zwischen Industrie und Fiskus.


Um 1865 schlossen sich 8 Grain Destillerien der schottischen Lowlands zusammen und bildeten erstmals eine geballte Wirtschafts- und Produktionskraft. Die Scotch Distillers Association. Diese machten zusammen eine große Produktionsmenge von Blended Scotch Whisky welches sich rund 15 Jahre später als ein sehr lohnenswerter Schachzug entwickeln sollte. Der Grund war eine Reblaus. Die Phylloxera vastatrix. Diese Reblaus verbreitete sich über die Weinberge Europas was katastrophale Missernten zur folge hatte. Sprich: in den ganzen Regionen.-> Wein weg. Cognac weg. Armagnac weg.

Wie sollte also der alkoholische Durst gestillt werden? Natürlich mit unserem aromatisch leichten Blended Scotch Whisky.

Dieser wurde also intensiv nach Europa expandiert. Und so entwickelten sich wichtige Exportmärkte für Scotch Whisky und lösten einen europaweite Hype um Blended Scotch Whisky aus. Das wierderum trieb vielen schottischen Unternehmen die Dollarzeichen in die Augen. Ohne konkrete Regulierungsmechanismen wurden ambitionierte Investitionen in Hülle und Fülle getätigt. Der Boom schien ja kein Ende zu haben... Nun es kam wie es kommen musste: Zu jener Zeit war ein massiver Überschuss an Whisky vorhanden und das Angebot überstieg die Nachfrage enorm. Die Konsequenz war ein katastrophaler Kollaps der Verkaufszahlen von Scotch Whisky in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Es folgte ein Teufelskreis, denn genau dieser Verlust an Glaubwürdigkeit und Authentizität war nötig, denn das schlechte Image zu jener Zeit trat einer Reihe von Ereignissen los, die heute das Bild von Scotch Whisky maßgeblich prägen.

Der Industrie war bewusst, dass Whisky als schlichter Lückenfüller für den europaweiten Durst gute Dienste geleistet hat, sich darauf aber keine solide Industrie-Perspektive aufbauen ließ. Whisky sollte kein Getränk sein, sondern eine Marke. Eine Marke, mit der man unweigerlich positive, authentische Attribute verbindet. Aus diesem Grund wurde 1908 die Royal Commission gegründet, die die aktuelle Marktsituation von Scotch Whisky untersuchen sollte. Ein Jahr später legten sie eine allgemeingültige Definition für Whisky fest: Whiskey (!) ist eine Spirituose, die aus der Destillation einer Getreidemaische entsteht, wobei diese ihren Zuckergehalt durch enzymatische Spaltung im Malz erhält.  Das war die gesetzliche Definition was Whisky
sei. Für „Scotch Whisky“ gab es lediglich noch den Zusatz, dass er "in Schottland destilliert" werden musste.
Keine Kältefiltration, keine Farbstoffzugabe, nicht einmal von Fasslagerung ist die Rede. Und das vor gerade einmal 100 Jahren. Auch wenn diese Definition aus heutiger Sicht äußerst lapidar klingt, es war dennoch ein ganz entscheidender Schritt. Denn Scotch Whisky bekam erstmals eine rechtliche Grundlage.

Im Jahre 1912 entstand die Wine and Spirit Brand Association, die 1917 zur Scotch Whisky Association wurde. Eine der wichtigsten Regulierungs- und Lobbyorganisationen für Scotch Whisky.

Zwei Jahre vor der Gründung der SWA kam es allerdings bereits zu einem der wichtigsten gesetzlichen Verordnungen. Der Immature Spirits Act. In diesem wurde 1915 festgelegt, dass Scotch Whisky eine Mindestreifungszeit von 2 Jahren in
Holzfässern ableisten muss. Ein Jahr später wurde diese Dauer auf 3 Jahre angehoben.

Prohibition

Der Grund war allerdings nicht eine Qualitätssteigerung des Produkts. Sondern lediglich ein Kompromiss, um zu verhindern, dass Whisky in Zeiten des 1. Weltkrieges nicht unter eine Prohibition fällt... Hier schließt sich der Kreis wo ich anfangs drauf hinauswollte: Entstanden aus einem Kuhhandel, denn: Jene Prohibition sollte allerdings nicht mit einem Generalverbot einhergehen. Der britische Minister David Lloyd George wollte den Whiskykonsum vielmehr durch eine überdimensionierte Besteuerung reduzieren. Der Gegenvorschlag einiger Industrievertreter war es, eine solche Besteuerung durchaus einzuführen, allerdings nur auf Destillate jünger als 6 Monate. Es folgten 2, am Ende 3 Jahre. Von 1909 bis 1939 stieg die Besteuerung auf Whisky um 30 %. - Schwere Zeiten für den Scotch Whisky.

Übrigends: Ungefähr zur gleichen Zeit setzte das Central Control Board, das zur Überwachung des Alkoholkonsums eingerichtet wurde, eine Mindestkonzentration von Alkohol in einem Whisky von 40 %Vol. (70° proof) fest.

Obwohl für die Whisky-Industrie die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts teilweise ein wahrer Leidensweg war, begann anschließend der allmähliche Aufstieg. Dies machten auch Steuervergünstigungen möglich, die unter anderem gewährt wurden, weil der Export alter Whiskys maßgeblich dazu beitrug, die Schulden Großbritanniens nach Ende des 2. Weltkriegs zu begleichen. ;-)

Vor allem aber trug eine steigende Authentizität von Scotch Whisky zu diesem Aufstieg bei. Authentizität, die mit weiteren gesetzlichen Verordnungen in den folgenden Jahren nochmals unterstrichen wurde. Die jüngsten waren die Scotch Whisky Regulations von 2009. Eine Verordnung, in der erstmals festgelegt wurde, dass Scotch Whisky in Fässern aus Eiche reifen muss.