• Kompetente Beratung
  • Schnell & Versandkostenfrei
  • Ausgezeichneter Shop
  • TOP Kundenbewertungen
  • Exclusives Sortiment
  • Kompetente Beratung
  • Schnell & Versandkostenfrei
  • Ausgezeichneter Shop
  • TOP Kundenbewertungen
  • Exclusives Sortiment

Whiskywissen

Datenbasis: Know How & Whiskywissen

Whisky - Einsteigerfragen

Fragen, die sich Whiskyeinsteiger stellen & die Antworten.


Es vergeht fast kein Tag, an dem ich mich nicht in irgendeiner Weise mit Whisky beschäftige. Wir diskutieren Details und verlieren den Blick dafür, was eigentlich das Gros der Whisky-Fans interessiert. Elementare Fragen. Daher habe ich mal die häufigsten Fragen versucht hier zu beantworten.

1. Wie lagere ich Whiskys richtig? (Siehe auch: Flaschenlagerung)

2. Wird Whisky schlecht? Wie lange hält sich Whisky?

3. Welche Temperatur sollte mein Whisky haben, wenn ich ihn trinke?

4. Soll ich meinen Whisky mit oder ohne Eis trinken?

5. Woher bekommt der Whisky seine Farbe?

6. Woher bekommst Whisky seinen Geschmack?

7. Wie fängt der Genuss nach dem Kauf des Whiskys an?



1. Wie lagere ich Whiskys richtig? (Siehe auch: Flaschenlagerung)

Eine Whiskyflasche sollte stehend, trocken und dunkel lagern. Bei einer vollen noch verschlossenen Flasche passiert so über Jahrzehnte: Nichts.

Eine geöffnete Flasche sollten man nicht länger als 1-2 Jahre aufbewahren. Danach beginnen Reaktionen zwischen der Flaschenluft und dem Whisky, die zu geschmacklichen Veränderungen führen kann. Dieser Prozess lässt sich aber auch (am sinnvollsten) mit unterdruck in der Flasche kompensieren.

Übrigens: Sollte man Seinen Whisky auch nicht im Kühlschrank lagern! Dies hat im Wesentlichen 2 Gründe.

1. Möchtest Du den Whisky Kühlschranktemperatur von 5-7 °C trinken, ist er deutlich zu kalt. Folglich wirst du aromatisch nur einen Bruchteil dessen wahrnehmen, was dieser Whisky eigentlich draufhätte.

2. Kann dieses starke Herabkühlen bewirken, dass das Destillat mehr oder minder stark eintrübt. Da heutzutage ein nicht unerheblicher Teil der Whiskys nicht mehr kühlfiltriert wird, wäre durch die Abkühlung ein milchig-trübes Aussehen die Folge. Das ist aber ein rein Optisches Thema, aromatische Konsequenzen hat dies nicht. Hat ein Whisky mindestens 46%Vol., löst sich die Trübung wieder auf, sobald sich der Whisky erwärmt.


2. Hat Whisky ein Haltbarkeitsdatum oder kann er schlecht werden?

Kurzgesagt: Nein.

Ein Whisky kann (Aus gesundheitlicher Sicht) nicht „schlecht“ oder ungenießbar werden. Jede Spirituose über 10%Vol., trägt kein Mindesthaltbarkeitsdatum, da der Alkoholgehalt ab diesem Alkoholanteil jegliche Mikroorganismen abtötet. Da gehört Whisky natürlich auch dazu. Scotch, Bourbon etc. kannst du also grundsätzlich endlos lagern. Sofern du die Flasche zu lässt und sie richtig lagerst. Sobald Du jedoch den Korken ziehst und einige Gläser entnimmst, läuft der Countdown wie vorher bereits beschrieben. Sehr langsam, aber kontinuierlich. Sobald der Timer auf Null ist, kannst du deinen Tropfen zwar immer noch trinken, schmecken wird er aber nicht mehr sonderlich. Wahrscheinlich sieht er dann auch nicht mehr so wirklich toll aus.Es gilt die Faustregel, dass wenn nur noch 1/3 des Whiskys in der Flasche sind, kann dieser nach 6-12 Monaten „kippen“. Du kannst allerdings bei Deinem Whisky die Haltbarkeit durch Unterdruck ungemein erhöhen. (Siehe auch: Flaschenlagerung)


3. Welche Temperatur sollte mein Whisky haben, wenn ich ihn trinke?

Kurzum: Zimmertemperatur.

Leider haben hier diverse Filme und Serien ganze Arbeit geleistet. Dort trinkt der Whisky-Fan immer aus Tumblern, gefüllt mit Eis um dann den Whisky cool schwenkend in der Hand zu halten. Das hat leider einen völlig falschen Eindruck vermittelt, wie man Whisky wirklich Genießen sollte.

Hier ein paar mehr Fakten wie es besser geht. ;-)

Unter Zimmertemperatur sollte man eine Temperaturangabe zwischen 18 und 22 °C verstehen. In diesem Bereich machst du mit deinem Whisky nichts falsch. Dennoch kannst du die Erfahrung machen, dass das Aroma kürzer gelagerter Whiskys (zwischen 6 und 8 Jahren) deutlich interessanter wird, wenn du sie bei 15 bis 17 °C trinkst. Dazu gehört dann aber auch etwas mehr Zeit bei der Verkostung, da sich die Teilchen etwas langsamer bewegen, einige Whiskys (insbesondere Scotch) profitieren aus aromatischer Sicht jedoch enorm davon. Ja, sogar noch kälter kann es manchmal sein! Hierzu jedoch mehr im „mit oder ohne Eis“ Kapitel.


4. Soll ich meinen Whisky mit oder ohne Eis trinken?

Diese Frage ist wahrscheinlich unter den Top 3 im Bereich „Whisky trinken“.

Wie schon beschrieben sollte man das Eis „normalerweise“ lieber weglassen, um den vollen Geschmack Erleben zu können. In Literatur & Internet wird meist die Verwendung von Nosing-Gläsern ohne Eis propagiert. Allerdings gibt es auch Verfechter von der anderen „Eis“ Seite. Klar sollte man das ruhig mal ausprobieren. Meine Empfehlung ist: Macht Euch Euer eigenes Bild vom Geschmack! Mit und ohne Eis. Ich bin mir ziemlich sicher das die meisten auf der „nicht Eis“ Seite landen werden.

Es gibt eigentlich keine richtige oder falsche Seite. Wenn Dir jemand sagt, dass Whisky niemals mit Eis getrunken werden darf, dann vergiss ihn und seine vermeintliche Kompetenz. Meiner Meinung nach hat Er Whisky nicht verstanden. Whisky solltest du immer so trinken, wie dir gerade der Sinn danach steht. Vielleicht, wie ein Filmheld mit Eis im Tumbler oder im Nosing-Glas bei Raumtemperatur.


Ich bin mehr der Fan der 2. Variante, da es ebend auch einen großen Punkt gibt, der für die letzte Variante spricht.

  • Du erhältst du das unverfälschte Bouquet des Whiskys bei der optimalen Trinktemperatur. Bei keiner anderen Variante wirst du so viele verschiedene Aromen erkennen.

Solltest du dich hingegen für die Eis-Variante entscheiden, dann achte darauf, dass Dein Whisky nicht mit Hohlkegel-Eiswürfeln kommt. Diese Eiskörper haben denkbar schlechte Kühleigenschaften. Sie sind leider vielerorts Standard und haben für den Whisky eine zu große Oberfläche. Die Folge: Dein Whisky verwässert in Kürze.

Am besten sind 2 bis 3 gleichmäßig gefrostete, große Würfel. Oder für zu Hause: Sogenannte Stein oder Steel Cubes. Die lösen sich nicht auf und halten den Whisky lange kalt ohne Ihn zu verwässern.


5. Woher bekommt der Whisky seine Farbe?

Erst einmal ist jede Spirituose ist farblos in dem Moment, in dem sie aus der Brennblase kommt. Ja auch unser Whisky.

Die Farbe bekommt unser Whisky erst durch die Jahrelange Fassreifung. Das zunächst farblose Destillat färbt sich im Laufe der Jahre durch Teile des Holzes. Im Detail sind dies Abbauprodukte des Holzbestandteils Lignin. Vorausgesetzt der Hersteller half nicht künstlich mit dem Zusatz von Zuckercouleur (E150a) nach. Das ist öfters üblich, um blassen Whiskys eine dunklere Farbe zu geben. ;-)


6. Woher bekommst Whisky seinen Geschmack?

Zusammengefasst: Von jedem einzelnen seiner Herstellungsschritte. Das fängt beim Getreide an, geht über die Fermentation & Destillation bis hin zu Reifung in den Fässern.

Der größte geschmackliche Anteil stammt jedoch aus der Fassreifung. Den zweiten aromatischen Block übernimmt die Fermentation bzw. Gärung. Die restlichen Positionen teilen sich auf in Destillation und Getreide. Vorausgesetzt die Gerste hat kein dickes Aromen-Plus durch Torfrauch erhalten, dann hat die Gerst natürlich einen höheren Anteil.

Der Großteil des Geschmacks, den wir bei Whisky erkennen ist per definitionem gar kein Geschmack, sondern vielmehr das Aroma. Mit der Zunge erkennen wir Geschmäcker wie süß, sauer und bitter. Da unsere Nase jedoch viel mehr Sinneszellen besitzt, nehmen wir den überwiegenden Teil (ca.70 bis 80 %) eines Whiskys über die Nase als Aroma wahr.


7. Wie fängt der Genuss nach dem Kauf des Whiskys an?

Fünf Schritte zum optimalen Whiskygenuss.

1. Nun zuallererst müssen wir das richtige Glas finden.

  • Der Mensch riecht viel mehr als er schmeckt. Ein sich nach oben verjüngendes Glas ist die wichtigste Voraussetzung für den optimalen Whiskygenuss. Der nach oben verjüngende Rand sammelt die Aromen und verhindert das Entweichen.

2. Eine Optische Begutachtung.

  • Schwenkt den Whisky im Glas und schaut Euch die Farbe und die Zähigkeit des Whiskys im Glas an. Beobachtet, wie die Tropfen an der Glaswand herablaufen, denn Farbe und Zähigkeit sind ein Anzeichen für Alter und Fasstyp. Daher sollten die Gläser auch klar sein und keinerlei Schliff haben.

3. Verdünnung mit Wasser (Siehe auch: Whisky & Wasser)

  • Whiskys mit höheren Volumenprozenten sollte mit etwas Wasser verdünnt werden. Sowohl ein Alkoholanteil über 50%, als auch Kaltes betäubt die Geschmacksknospen auf der Zunge. Daher sollte man kein Eis verwenden, sondern mit stillem Wasser etwas verdünnen. Wasser befreit die Aromastoffe im Whisky und intensiviert so die Aromen.

4. Das Riechen kommt vor dem Schmecken.

  • Gönnt Euch und dem Whisky etwas Ruhe. Zuerst führt man den Whisky in leichtem Abstand an der Nase vorbei. Achtet auf die ersten Gerüche die Ihr wahrnehmt. Dann nähern wir uns dem Whisky und riechen einmal direkt in das Glas hinein. Danach wiederholt das gleiche nochmal mit ein paar tropfen Wasser. Mann sollte dem Whisky für die jahrelange Lagerung etwas Ehrfurcht erteilen und Ihm ein paar zusätzliche Minuten geben, bevor man Ihn genießt.

5. Das erste Probieren.

  • Durch die Tulpenform der meisten Gläser kann der Whisky im vorderen Bereich der Zunge landen. Nicht gleich nach hinten reinkippen. Brennt Er oder ist Er weich? Nach ein paar Sekunden verteilt den Whisky dann im gesamten Mundraum und „schwenkt“ Ihn leicht hin und her. Ihr solltet den hinteren Bereich der Zunge vermeiden, da dort besonders die bitteren Aromen deutlich geschmeckt werden.

Herkunft und Schreibweise

Whisky oder Whiskey?

Grundsätzlich kann mann sagen, das die Schreibweise Whisky aus dem Schottischem stammt und der Whiskey aus dem Irischem.

Whisk(e)y benötigt zum entstehen eine lange Zeit. Es ist wahrlich eine besondere Spirituose, die sich in den letzten Jahren stark steigender Beliebtheit erfreut. So auch der Name.

Erfunden wurde Whiskey vermutlich in Irland, die ersten schriftlichen Quellen sind dann doch Schottisch und auf einen Klosterbruder zurückzuzführen, der Whisky herstellte. Grundsätzlich lässt sich um die tatsächliche Herkunft wie immer streiten - sie steht bis heute nicht eindeutig fest. In der heutigen Zeit haben sich zwei unterschiedliche Schreibweisen etabliert. Der ursprüngliche Name der Spirituose war im Schottischen "uisge beatha" und im Irisch-gälischen "uisce beatha". Übrig blieb letztlich der erste Teil "uisge" bzw. "uisce".

Die Variante ohne e wird vorrangig in Schottland verwendet, die Variante mit e in Irland. Auch Brennereien in bekannten Produktionsländer, die die Whisk(e)y herstellung erst später für sich entdeckten, haben sich weitestgehend für eine Schreibweise entschieden. Kanada orientiert sich am schottischen Vorbild, während die USA sich weitestgehend den Iren anschließen. Andere Produzenten nutzen gehen nach dem Whisk(e)y typ, den sie herstellen.

Da besonders Schottland sich bei Whiskyliebhabern aus aller Welt einen Namen gemacht hat, hat sich die Schreibweise ohne e bei der allgemeinen Erwähnung der beliebten Spirituose weitestgehend durchgesetzt.

Dann gibt es da noch den Scotch. So dürfen nur Whiskys gennant werden, die in Schottland destilliert, gereift und abgefüllt wurden.

Irish Whiskey darf nur derjenige heißen, der aus Irland kommt.

Bezeichnungen wie Scotch, Irish, American spiegeln die Herkunft des Produktes wider. Einige dieser Herkunftsbezeichnungen sind gesetzlich geschützt und an gewisse Voraussetzungen geknüpft (zum Beispiel: Mindestalter).

So können sich die großen Produktionsländer von den anderen abgrenzen.

Was ist Whisky & welche Sorten gibt es?

Grain Whisky, Rye Whisky, Corn Whisky, Burbon, Blended Scotch und natürlich der Single Malt Whisky. Alle diese Sorten und wichtige Whiskybegriffe behandeln wir in diesem Artikel.


Whisky eine Spirituose die aus überraschend wenigen Grundzutaten, in wesentlichen Getreide, Wasser und Hefe in einem Destillationsprozess hergestellt wird. Anschließend reift dieser Rohbrand in Holzfässern. Die Qualität und Beschaffenheit des Wassers, die Verarbeitung des Getreides, die etlichen Variationen des Brennvorgangs und die Fassarten sowie die darin verbrachte Reifezeit bestimmen den Geschmack des Whiskys. Vor allem die unterschiedlichen Fasstypen sind maßgeblich an der Geschmacksbildung beteiligt. Siehe folgenden Artikel über Lagerung & Fassarten. Es gibt allerdings auch Richtlinien, die die Vielfalt der Produktion teilweise einschränken. Ein Beispiel: Whisky jeder Art ist die Vorgabe, die besagt, dass die Spirituose mit wenigstens 40% Alkohol abgefüllt werden muss. Die verschiedenen Whiskykategorien haben dazu jeweils ihre eigenen orts- und namensbezogenen Richtlinien, durch die sie sich von den anderen unterscheiden lassen.

Unterscheidung nach Getreideart. Whisky ist unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel erhältlich. Dabei wird zum einen die unterschiedliche Getreideart benannt, aus der der Whisky hergestellt wurde:

Grain Whisky bezeichnet Destillate, die aus Weizen, ungemälzter Gerste und Hafer und/oder Roggen (in Kanada und in den USA) und/oder Mais (in den USA) hergestellt werden. Sie werden fast ausschließlich für Blended Whiskys verwendet.

Rye Whisky bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Roggen hergestellt wurde (min. 51%).

Bourbon bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Mais hergestellt wurde (min. 51%).

Corn bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Mais hergestellt wurde (min. 80%).

Malt bezeichnet Whisky, der ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt wurde.


Hier nun einige der wichtigsten Whisky Sorten:

Zuerst der Malt Whisky ist für viele Whiskyfans der Olymp der Whiskyherstellung. Diese Variante ist der älteste überlieferte Ursprung der Whiskyherstellung. Bei dem Malt Whisky ist vorgegeben, dass das verwendete Getreide zu 100% gemälzte Gerste sein muss und der Whisky mindestens drei Jahre im Fass reifen muss. Es gibt zwei Kategorien, die dem Malt unterzuordnen sind: der Single Malt und der Blended Malt. (auch Vatted Malt genannt) Ein Single Malt Whisky enthält das Erzeugnis aus lediglich einer Brennerei, wohingegen bei einem Blended Malt mehrere Brennereien beteiligt sind, deren Produkte miteinander vermählt werden.

Ein Blend ist eine Mischung (Verschnitt) von verschiedenen Whiskys. Als Grundlage für einen Blend wird oft Grain Whisky (kontinuierlich destillierter Whisky aus verschiedenen Getreidesorten) verwendet und zum Teil bis zu 50 andere Whiskys hinzugemischt. In Schottland werden die folgenden Arten von Blends unterschieden:

  • Blended Malt (auch Vatted oder Pure Malt): Der Whisky stammt aus den Fässern unterschiedlicher Destillerien und wurde vollständig aus gemälzter Gerste hergestellt. Ein bekannter Blended Malt ist etwa Johnnie Walker Green Label.
  • Der Blended (Scotch) Whisky ist immer eine Mischung von verschiedenen Destillaten aus gemälztem und ungemälztem Getreide. Er ist eine eigenständige Kategorie, die neben dem Malt Whisky Bestand hat. In seiner klassischen Form ist er ein Mix aus Malt Whisky und Grain Whisky. Grain ist allgemein weniger intensiv und milder als ein Malt Whisky. In einem Blend kommen daher meist die verwendeten Malt Whiskys für den Geschmack. Nicht nur in Schottland werden Blended Whiskys hergestellt, auch z.B. in Kanada gibt es nahezu ausschließlich diese Variation von Whisky. Dort wird ein hochprozentiger destillierter Whisky als Basis verwendet, der dann mit milderen Destillaten vermengt wird. Grain Whisky kann als Single Grain auch einzeln abgefüllt werden.
  • Blended Grains sind Whiskys, die nur aus Grain-Whiskys (kontinuierlich gebrannter Getreideschnaps, während Malt-Whisky nur aus gemälzter Gerste hergestellt wird) aus verschiedenen Brennereien verschnitten sind, denen aber im Gegensatz zu Blended Whiskys kein Single-Malt-Whisky zugesetzt wurde

In den USA ist Bourbon der Klassiker. Er kommt zu einem Großteil aus Kentucky. Trotz des höheren Maisanteils wird man immer einen Anteil an Gerstenmalz für die Produktion brauchen, weil dadurch die Umsetzung von Stärke zu Zucker angetrieben wird. Weiterhin wird der Burbon durch die Richtlinien in der USA vorschreiben, dass Bourbon nur in "frischen", ausgekohlten Eichenfässern reifen darf. Daher können die Produzenten von Single Malt auf die vielen ausrangierten Fässer aus den USA zurückgreifen und ihren Whisky darin lagern.

Rye Whisky stammt ebenfalls aus Amerika. Obwohl diese Whiskeysorte in Amerika die längste Tradition hat, wird sie heute nur noch wenig produziert. Wahrscheinlich ist dieser Beliebtheitsverlust auf den doch sehr eigenwilligen Charakter zurückzuführen. Durch den hohen Roggenanteil entsteht im Mund eine bittere Trockenheit, die nicht jedermann gefällt.


Hintergrundwissen - Wichtige Whiskybegriffe

Rohbrand (New Spirit): Als New Spirit werden frische Destillate bezeichnet, die die Mindestanforderungen an Whisky laut Definition erfüllen.

Fasstärke (Cask strength): Einem Whisky wurde vor der Abfüllung kein Wasser mehr zugesetzt. Der Alkoholgehalt dieser Whiskys ist unterschiedlich, da er je nach Lagerungsdauer, Umweltbedingungen, der Qualität des Fasses und nicht zuletzt nach Alkoholgehalt des Ursprungsdestillats variiert. Cask Strength hat nichts unmittelbar mit dem Alkoholgehalt zu tun. Ein Verschnitt verschiedener Fässer einer Destillerie hat Fassstärke, solange kein Wasser hinzugefügt wurde.

Jahrgangswhisky (Vintage): Der verwendete Whisky stammt aus dem bezeichneten Jahrgang.

Einzelfass (Single cask / barrel): Der Whisky stammt aus einem einzelnen Fass und wird nicht mit anderen Fässern vermischt. Meist werden die Flaschen fortlaufend nummeriert. Die Qualität kann bei jeder verschiedenen Abfüllung unterschiedlich sein.

Ausbau (Finish): Viele Destillerien lagern den Whisky zusätzlich über einen bestimmten Zeitraum nochmal in anderen Fassarten für einen gewissen Zeitraum nach. Die Destillerien geben einen Hinweis auf die Herkunft der zur Lagerung des Whiskys benutzten Fässer. Zum Beispiel: „Port Wood Finish“ bedeutet, dass der Whisky (teilweise) in ausgedienten Portweinfässern gelagert wurde. Siehe auch: Whisky finish.

Qualitätsmerkmale

Grundsätzlich gibt es neben der subjektiven Beurteilung des Geschmacks auch die objektiven Merkmale für die Qualität eines Whiskys. Rohstoffe und die Sorgfalt bei der Verarbeitung können betrachtet werden. Dabei können verschiedene Fragestellungen als Anhaltspunkte für die qualitative Einschätzung eines Whiskys herangezogen werden:

  • Die Qualität, Reinheit und der Ursprung des verwendeten Quellwassers.
  • Handelt es sich um einen verschnittenen (Blend) oder einen unverschnittenen Whisky (Single Malt)?
  • Wie lange wurde der Whisky im Fass gelagert?
  • Handelt es sich um eine Jahrgangs- oder sogar um eine Einzelfass-Abfüllung?
  • Färbung: Der Zusatz von Zuckercouleur (E150a) ist öfters üblich, um blassen Whiskys eine dunklere Farbe zu geben. Der Geschmack wird durch die Lebensmittelfarbe normalerweise nicht beeinträchtigt. Trotzdem ist das „färben“ etwas in Verruf geraten.
  • Filterung: Wurde der Whisky einer speziellen Kaltfiltrierung (chill filtration) unterzogen? Es dient der Absonderung langkettiger Fettsäuren, die bei niedrigen Temperaturen zu einer Trübung führen. Sie sind aber Träger von Aromastoffen, die dem Endprodukt dann fehlen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Alkoholgehalt.

Der Alkoholgehalt des Roh-Destillates liegt zunächst – je nach Herstellungsmethode – zwischen 60 und 94,8 Volumenprozent. Bereits zu dem Zeitpunkt, wenn das Roh-Destillat in Fässer abgefüllt wird, wird es entsprechend mit Wasser auf ca. 62-65% verdünnt, spätestens aber bei der Abfüllung nach der Fassreifung wird der Whisky auf eine Trinkstärke von meist 40 bis 46 Volumenprozent gebracht. Grob kann man folgende Unterteilung aufstellen:

  • 40% Standard Whiskys
  • 43% Hochwertige Whiskys
  • 46% Premium Whiskys

Je mehr Alkoholgehalt, desto besser kann der Geschmack des Whiskys transportiert werden. (Trinkstärken von über 50%-52% sollten jedoch vermieden werden, da der hohe Alkoholanteil die Geschmacksknospen etwas „betäubt“.

Besondere Abfüllungen in Fassstärke (cask strength, s. o.) haben einen Alkoholgehalt zwischen ca. 50 und 65 Volumenprozent. Der Mindestalkoholgehalt beträgt in der Europäischen Union und in der Schweiz 40 Volumenprozent.

Der Alkoholgehalt wird im Allgemeinen bei Whisky in Volumenprozent angegeben. Auf älteren Flaschen findet sich noch die veraltete Maßeinheit Proof. In den USA entspricht 1 Proof einem Alkoholgehalt von 0,5 Vol.-%, beim britischen 0,57 Vol.-%. Scotch Whisky wird oft mit 70 Brit. Proof (also 40 Vol.-%) oder 100 Brit. Proof (57,15 Vol.-%) angeboten. 100 britische Proof markieren den Alkoholgehalt, ab dem mit Whisky getränktes Schießpulver mit blauer Flamme brennt.

Whisky Entstehung

Nicht nur jeder Whisky schmeckt anders, sondern der Inhalt jedes Fasses schmeckt anders als der Inhalt anderer Fässer. Für die Vielfalt an Aromen sind drei Einflussfaktoren verantwortlich: die Rohstoffe, der Herstellungsprozess und die Fassreifung. Diese Faktoren haben einen sehr großen Einfluss auf das Endergebnis.


Eine Liste der Whisky Entstehung:

  • Rohstoffe: Was die Whisky-Destillerien zur Herstellung brauchen.
  • Mälzen der Gerste: Stärke in Zucker verwandeln.
  • Schroten des Malzes: Nicht zu fein und nicht zu grob.
  • Mash Tun: Den Zucker herauswaschen.
  • Washback: Hefe verwandelt Zucker in Alkohol.
  • Brennen: Jetzt wird aus dem Bier Hochprozentiges.
  • Kondensieren: Den Alkoholdampf verflüssigen.
  • Spirit-Safe: Das Herz des Destillats finden.
  • Reifeprozess: Aromen aus benutzten Fässern.
  • Abfüllung: Filtern bevor es in die Flasche geht.
  • Von der Flasche ins Glas: Das Ende einer langen Reise.

Zusammengefasst:

Der Basisrohstoff ist Geste. Die bringt man mit Wasser zum Keimen, wobei sich in den Körnern Zucker bildet. Durch das sogenannte Mälzen, früher meistens über einem Torffeuer wird dieser Prozess im richtigem Moment gestoppt.

Der nächste Schritt ist das sogenannte Maischen, bei dem der Zucker mit heißem Wasser aus dem geschrotetem Malz herausgelöst wird. Dafür gibt es in jeder Brennerei große Kupferne Mash Tun. Je nachdem wieviel Torf beim Mälzen verfeuert wurde, hat die Zuckerlösung mehr oder weniger Torfaroma.

In den Washbacks geht es dann los mit der Alkoholproduktion. Der Flüssigkeit werden Hefepilze zugesetzt und die verwandeln den Zucker in Alkohol. Bis hierhin entspricht das in etwa der Herstellung von Bier.

Das allerheiligst jeder Brennerei, ist die Halle mit den Brennblasen. In den Sogenannten Pott Stills wird Destilliert. Mindestens mit 2 Durchgängen. Die Form der Brennblasen ist entscheidend für den Geschmack und da hat jede Destillerie Ihre eigene Philosophie. Die Kunst besteht darin, nicht reinen Alkohol zu erzeugen, sondern die richtigen Mengen an Aromastoffen mitzunehmen. Wobei der Brennmeister den Whisky beim Brennen nicht probieren kann, denn der Abfluss ist im sogenannten Spirit Safe gut verplombt, damit nichts an der Steuer vorbei abgezweigt werden kann.

Zum Whisky wird das Destillat jedoch erst, wenn es mindestens 3 Jahre in Eichenfässern gelagert wurde. Fast immer kommen dafür gebrauchte Eichenfässer zum Einsatz, was allerdings nichts mit der bekannten Schottischen Sparsamkeit zu tun hat. Die Wiederaufarbeitung von alten Burbon oder Sherryfässern ist aufwändig. Doch es lohnt sich. Die Fässer geben an den Whisky Farbe und geschmack ab. Je nachdem in welchem Fass, welcher Whisky, wie lang gelagert wurde, sind unendlich viele Aromavarianten möglich.

Mindestens 3 Jahre Fasslagerung sind gesetzlich vorgeschrieben, doch meistens bleibt der Whisky sehr viel länger im Fass. Wenn er dann endlich nach 10, 12 oder noch viel mehr Jahren abgefüllt wird, kann man dem Whisky ganz verschiedene Sachen abgewinnen.


Ausführlich:

Rohstoffe: Ein bedeutender Rohstoff bei der Whiskyherstellung ist Wasser. Jede Brennerei verwendet Wasser, meist aus einer nahen Quelle. Der Mineraliengehalt, der Torfgehalt, die Härte des Wassers oder Mikroorganismen bestimmen die spezielle Güte des Wassers. Diese war meistens der entscheidende Faktor für die Standortwahl beim Bau der Brennerei. Mitunter der wichtigste Rohstoff für den Herstellungsprozess ist Getreide. Abhängig vom gewählten Herstellungsprozess und der verwendeten Getreideart wird das Getreide gemälzt oder ungemälzt verwendet. Eine weitere Zutat ist die Hefe. Einzelne Hefestämme werden industriell als Reinzuchthefe hergestellt. Hefe wandelt den Zucker durch Enzyme in Alkohol und Kohlendioxid. Die Hefe erzeugt bei der Gärung auch noch andere Stoffe, die dem Whisky weitere Aromen verleihen.

Herstellungsprozess

Die Herstellung von Whisky verläuft in mehreren Schritten, die je nach Brennerei oder Herkunftsland abgewandelt werden.

Vorbereiten des Getreides: Hauptsächlich Mälzen, im Fall von Mais auch Kochen.

Mälzen: Das Mälzen der Gerste (oder anderer Getreide) stellt bei vielen Whiskys einen entscheidenden Vorgang während des Herstellungsprozesses dar. Ein Gerstenkorn besteht überwiegend aus Stärke. Der Prozess des Mälzens gaukelt dem Gerstenkorn vor es wäre Zeit zum Wachsen. Um das zu erreichen werden die Gerstenkörner in Wasser gebadet um dann in kühler, feuchter Umgebung auszukeimen. Wäh-rend dieses Prozesses werden Enzyme aktiviert die später die Stärke der Gerste in Zucker umwandeln. Nun besteht die Schwierigkeit darin die Keimung im richtigen Moment zu beenden. Dazu muss die keimende Gerste wieder getrocknet werden.

Trocknen: Um die Keimung zu beenden wird die gemälzte Gerste mit Wärme über einer Hitzequelle getrocknet. Das nennt man „darren“. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Die Darrung über heißer Luft. Die Hitze beendet die Keimung und tötet Pilze und andere Schädlinge ab. Auf den Geschmack nimmt diese Art der Trocknung wenig Einfluss.
  • Darren über Torffeuer. (Peaten) Torffeuer gibt über den Rauch Geschmacksstoffe an das Malz ab. Die Öle (Phenole) im Torfrauch verbinden sich mit der Oberfläche der Gerstenkörner. Der Vorgang findet in Gebäuden mit dem typischen Pagoden-Dach statt. Anhand des Phenolgehalts im Rauch kann kontrolliert werden, wie stark das Malz beim Darren geräuchert wurde. Dabei reicht die Spannweite von völlig ungetorftem Trockenfeuer bis hin zu sehr stark getorftem Feuer, was sich in der Milde bzw. Rauchigkeit des Whiskys niederschlägt

Schroten: Im nächsten Schritt, wird das fertige Malz bei der Brennerei zu groben Schrot zermahlen. Es findet unmittelbar vor dem Maischen statt.

Maischen: Der Schrot wird im Maischbottich (mash tun) mit ca. 63,5°C heißem Wasser vermischt. Beim Maischen wird die Stärke durch Enzyme in Malzzucker umgewandelt. Dabei entstehen weitere Zuckerarten. Ziel des Prozesses ist es, alle vergärbaren Zucker zu extrahieren. Durch den perforierten Boden wird die zuckerreiche Flüssigkeit von den verbliebenen Feststoffen, zellulosehaltigen Spelzen, abgetrennt und gesammelt. Der Prozess wird zweifach wiederholt um möglichst viel Zucker zu extrahieren. Nach dem Abkühlen wird die Würze aus dem Maischbottich in den Gärtank (washback) gepumpt. Die Geschwindigkeit mit der dieser Prozess durchgeführt wird hat Einfluss auf den späteren Geschmack des Whiskys. Wenn die so entstandene Würze langsam aus dem Maischbottich abgepumpt wird, entsteht eine klare Würze, welche einen Brand ohne starken Getreidecharakter erzeugt. Wenn die Würze schnell abgepumpt wird erhält man eine trübe Würze, welche noch einige feste Bestandteile aus dem Maischbottich mitnimmt. Dieser Brand bekommt dann einen trockenen, getreideartigen bis nussigen Charakter.

Gären: Nachdem die abgekühlte Würze in den Gärtank (Washback) gepumpt wurde, wird sie mit Hefe versetzt, die Zucker zu Alkohol und Kohlendioxid vergärt. Der Vorgang der Gärung (Fermentation) ähnelt dem des Bierbrauens. Die nach der Vergärung entstandene Maische hat einen Alkoholgehalt von fünf bis acht Volumenprozent. Auch bei diesem Vorgang kann der Brennmeister Einfluss auf den Geschmack und den Charakter des Whiskys nehmen. Entscheidet er sich für eine kurze Fermentation (bis 48h) bekommt der Brand einen deutlich ausgeprägteren Malzcharakter. Wählt der Brennmeister eine lange Fermantation (über 55h) entstehen in der Wash sogenannte Ester, welche sich in leichteren, komplexen und fruchtigen Aromen wiederspiegeln. Die Washbacks sind entweder traditionell aus Holz, oder aus Edelstahl, gefertigt.

Destillationsverfahren: Auf die Gärung im Gärtank folgt die Destillation. Beim Brennvorgang durchläuft die Maische die erste kupferne Brennblase. Der entstandene Rohbrand hat einen Alkoholgehalt von etwa 20 Volumenprozent. Der Destillationsprozess wird nun in der zweiten kupfernen Brennblase wiederholt. Die Destillation trennt den Alkohol sowie den Großteil der Geruchs- und Geschmacksstoffe vom Wasser und konzentriert sie. Der Feinbrand wird vom Brennmeister in Vor- Mittel- und Nachlauf getrennt. Der Mittellauf fließt durch ein Zählwerk, mit Hilfe dessen die später zu zahlende Branntweinsteuer bestimmt wird. Der Alkoholgehalt des Mittellaufs beläuft sich auf etwa 60 bis 94,8 Volumenprozent. (Je nach Herstellungsverfahren und Destillationsstufen wird meist zweifach destilliert, vereinzelt aber auch drei bis vierfach) Ein weiterer Faktor für den Geschmack der bei der Destillation zum Tragen kommt, ist das Kupfer der Brennblasen. Die kupfernen Wände der Brennblase wirken als eine Art Katalysator und helfen gewisse Elemente aus dem fertigen Brand zu filtern. Der Brennmeister kann durch die Länge der Kontaktzeit zwischen Alkoholdämpfen und Kupfer einen gewissen Einfluss darauf nehmen. Die Vor- und Nachläufe der beiden Brennvorgänge werden manchmal dem nächsten Brennvorgang zugeführt. Sollte eine Brennblase aus Gründen des Verschleißes ausgetauscht werden, wird häufig darauf geachtet, die genaue Form der alten Brennblase nachzuahmen - angeblich kann dadurch der gewohnte Brennerei-Geschmack des Whiskys beibehalten werden.

Schlussendlich wird nach der Destillation der fertige Rohbrand dann zur Jahrelangen Lagerung und Reifung in Eichenfässer abgefüllt.

In diesem Sinne: Slàinte mhath!

Lagerung & Fassarten

Fassreifung / Lagern (in Eichenfässern): Auch die jahrelange Reifung in einem Holzfass ist für den Geschmack bedeutsam. Der Rohbrand (Newmake) wird, bevor er in die Eichenfässer abgefüllt wird, in der Regel mit Wasser verdünnt um auf eine für die Reifung ideale Alkoholstärke von ca. 63,5% zu erreichen. Während der mehrjährigen Fassreifung finden subtraktive, additive und interaktive Reifungsprozesse statt. Hierbei sind die Holzart, die Größe des Fasses, die frühere Nutzung des Fasses, die geographische Lage des Lagerhauses, die Bauart des Lagerhauses, das Mikroklima und die dauer der Reifung wichtige Faktoren.

Das Destillat des amerikanischen Whiskeys (Burbon) reift fast ausschließlich in neuen Fässern aus Amerikanischer Weißeiche, die innen angekohlt (getoastet) werden. Daneben ist die Europäische Eiche der Rohstoff für die Whiskyfässer in Europa. Vorwiegend stammen die Fässer, in denen vorher Sherry oder Portwein gelagert wurde, aus Spanien oder Portugal. Sie sind hervorragend für Whisky finishes (Nächstes Kapitel) geeignet. Für „normale“ Whiskys werden gebrauchte amerikanische Fässer verwendet. Unter „First Fill“ versteht man die erste Befüllung mit Whisky, die ein ehemaliges Bourbon- Fass (oder Sherry, Portwein etc.) erhält. Naturgemäß ist hier der Einfluss des Fasses auf den Whisky noch am stärksten, weshalb die darin gereiften Whiskys meist auch teurer sind.

Hemicellulose, Lignin, Tannine und Holzextrakte bereichern das Destillat während der Lagerung. Pro Jahr verdunstet über die Poren der Fässer etwa 0,5 bis 1,0 Prozent des Inhaltes, der sogenannte Anteil der Engel oder auch „Angels Share“ genannt. Der Reifevorgang für den Whisky ist abhängig vom geforderten Produkt und der erhaltenen Qualität. Viele Malzwhiskys erreichen ihren Höhepunkt in einem Alter von 10 bis 15 Jahren. Andere hingegen erreichen diesen erst später. Für die Abfüllung in Flaschen wird dem Whisky entsprechend Wasser hinzugefügt, um eine gebräuchliche Trinkstärke herbeizuführen. Die gebräuchliche Trinkstärke liegt heutzutage zwischen 40 und 46%. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich unverdünnte Abfüllungen, die direkt in Fassstärke (cask strength) abgefüllt werden und dadurch intensiver und komplexer im Aroma sind. Die Lagerung erfolgt in unterschiedlich großen Fässern. Folgende Fasstypen finden in der Lagerung ihre Anwendung:

  • das meistverwendete schottische Hogshead (Inhalt: ca. 250 Liter)
  • das spanische Sherry Butt (Inhalt: ca. 500 Liter)
  • das amerikanische Barrel (Inhalt: ca. 200 Liter)
  • das Quarter (Inhalt: 45–80 Liter)

Und nicht zuletzt erhält der Whisky durch die Fassreifung auch seine Farbe, die im laufe der Jahre in den Whisky übergeht. Besonders intensiv färben naturgemäß Portweinfässer den Whisky, der durch sie eine beinahe dunkelrote Farbe erhält und für einen außergewöhnlichen Genuss sorgt!

Im finalen Schritt entscheidet der Masterblender und wählt aus den Fässern der Brennerei einzelne oder auch mehrere Fässer zur Abfüllung aus. Bei der Abfüllung wird meist der Inhalt mehrerer Fässer miteinander verschnitten. Dieses geschieht, um eine möglichst konstante Qualität zu erreichen und um Unterschiede der einzelnen Fässer auszugleichen.

Die Fässer wurden, vorher für mindestens 3 Jahre, meistens aber deutlich länger gereift. Aus den „fertigen“ Fässern komponiert der Masterblender den finalen Malt Whisky. Auch ein sogenannter „Single Malt“ kommt in der Regel aus verschiedenen Fässern. Stammt der Whisky aus einem einzelnen Fass spricht man von einer Single Cask Abfüllung.

Nachdem der Whisky „kreiert“ worden ist, bleibt noch die Frage ob der Whisky vor der Abfüllung in Flaschen noch einer Kühlfilterung unterzogen wird. Dieser Prozess sorgt dafür, dass der Whisky bei niedrigerem Alkoholgehalt (40%) und niedrigen Temperaturen nicht trübe wird. Die Kühlfilterung kann allerdings auch zum Entfernen von Geschmacksträgern führen. Daher ist die Kühfilterung etwas in Verruf geraten und viele Whiskyliebhaber lehnen dies ab.

Schlussendlich wird bei einigen Brennereien dem Whisky zur Vereinheitlichung der Farbe Zuckercouleur beigegeben. Dieses ist im Wesentlichen eine Frage des Stils. Da Whisky ein komplexes Natur-produkt ist, ist jedes Fass und jeder Jahrgang etwas anders. Zuckercouleur (E150a) ist grundsätzlich geschmacklos und beeinflusst den Geschmack des Whiskys maximal auf einem psychologischen Level.


Whisky finish

Immer beliebter werden Abfüllungen, die durch Lagerung in anderen Fässern zusätzlich veredelt werden. Dieses finishing findet meist in Fässern statt, in denen zuvor Sherry, Portwein, Rum, Bordeaux, Madeira oder Rot/weißwein gelagert wurde.

Whisky wird per Definition in Eichenfässern gelagert. Normalerweise in gebrauchten Eichenfässern. (Ausnahme: Burbon) Whisky hat die tolle Eigenschaft, dass er viele Aromen aus dem Eichenholz absorbieren kann. Je nachdem was zuvor in den Eichenfässern lagerte, fällt der Geschmack entsprechend anders aus. So ist kein Whisky wie der andere.

Mittlerweile wird oft ausführlich angegeben, in welcher Art von Fässern gelagert wurde (zum Beispiel Sherry- oder Portwood Finish) und ob dies eine Erst- oder Mehrfachbefüllung (Refill) eines Fasses ist. Die Bezeichnung Refill Sherry Cask bedeutet beispielsweise, dass es sich um ein ehemaliges Sherryfass handelt, das bereits einmal für die Reifung von Whisky verwendet wurde.

Sherry / Portwein

Whiskys werden gerne in ehemaligen Sherry oder Portwein Fässern (nach)gereift. 1994 begann der Trend der Nachreifung um den Whisky zusätzlich geschmacklich zu bereichern. Und der Trend hält weiter an. Single Malts erhalten in Portwein oder Sherry Fässern meist ein Finish, statt eine komplette Lagerung. Beispielsweise sorgt der Einsatz von Portweinfässern für einen sehr dunklen roten Farbton und vollmundige Fruchtnoten im Geschmack im Whisky.

Whiskys aus dem Sherryfass zeichnen sich durch süß-fruchtige und nussig-trockene Aromen aus. Die komplexen Aromen und die schöne dunkle Farbe machen diesen Fasstyp extrem populär.

Der Unterschied zwischen Whisky aus dem Sherryfass und Whisky aus dem Portweinfass liegt natürlich im Persönlichen Geschmack. Probieren Sie einfach mal bei Gelegenheit einen Sherry und einen Portwein und Sie werden unverkennbare Unterschiede schmecken.

Der Einfluss des Portweinfasses ist weniger Eichenlastig und noch fruchtbetonter als es beim Whisky aus dem Sherryfass meist der Fall ist. Reine Portweinfassabfüllungen sind eher selten und meistens nur als limitierte Single Cask Abfüllungen erhältlich. Auch International gubt es Spannende Portwein finishes. Beispielsweise der Kavalan Solstice mit Port Cask Finish aus der taiwanesischen Brennerei Kavalan. Ein ausgewogener Tropfen, der mit exotischen Fruchtnuancen zu überzeigen weiß. Whiskys mit Portweinfinish oder solche, die Ihre komplette Reifezeit in Port Casks erlebt haben, gibt es aus Brennereien der ganzen Welt. Die Interpretationen können weit auseinander gehen. Das macht diesen Fasstyp nur umso spannender.

Rum, Bordeaux, Madeira oder Rot/weißwein

Um weitere bestimmte Geschmacksrichtungen zu erzielen, werden die Destillate oftmals auch in andere Faßtypen gefinisht. Seit jüngerer Zeit experimentiert man hier mit einer Vielzahl von Fasstypen: nicht nur den traditionellen Sherry oder Portweinfässern, sondern auch solche, in denen vorher Rum, Bordeaux, Madeira oder Rot/weißwein oder auch stark rauchige Whiskys lagerten. Auch hier gilt wieder: Der Persönliche Geschmack entscheidet.

Produktionsländer

Whisky ist eine weltweite Spirituose. Während es früher das Getränk der Wahl älterer Herren in Chesterfield-Lehnsesseln war, begeistert er in seiner Vielfältigkeit heute ein weitaus breiteres Publikum. Im groben kann man sagen, dass es sechs großen Nationen des Whisk(e)ys gibt.

Mit Abstand sind Schottland und Irland die ursprünglichsten Whisky(e)y-Nationen, aber der globale Charakter dieser Spirituose ergibt sich auch aus der globalen Produktion. Die dritte große Whisk(e)y-Nation sind die USA, vorrangig mit ihrem Bourbon und den Rye-Whiskeys. Im Norden der Vereinigten Staaten ist die vierte große Nation zu finden: Kanada. Seit den 60er Jahren ein bisschen auf Canadian Club reduziert, hat man das Gefühl, dieser Gigant befindet sich ein wenig im spirituellen Winterschlaf. Die Nummer fünf im Reigen der Whisky(e)y-Supermächte ist Japan, einst die Exoten im Regal, aber spätestens seit im Jahr 2014 kein geringerer als Jim Murray in seiner „Whisky Bibel“ den Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 zum besten Whisky der Welt kürte, war es mit dem Nischendasein vorbei.

Rang sechs, wer hätte das gedacht, ist Indien. Diejenige die indische Whiskys kennen, ist zumeist Amrut bekannt. Doch dann hört es eigentlich schon wieder auf. Denn dieser ist neben Paul John einer der wenigen Single Malts des Subkontinents. (Nebenbei: Stellt meiner bescheidenen Meinung nach „Paul John“ mit die besten Malts her die ich kenne) ;-) Vorherrschend kommen aus Indien Blends wie Imperial Blue, McDowell’s oder Red Knight. Noch nie gehört? Das geht – wie gesagt – den meisten so. Indien ist vor allem deswegen der größte Whisk(e)y-Markt der Welt, da es sich bei der ehemaligen britischen Kronkolonie um die größte Volkswirtschaft des Planeten handelt.

Das sind erst einmal die sechs großen Whisky(e)y-Nationen. Doch daneben gibt es so viele kleine Länder, deren Bedeutung immer mehr zunimmt – wie Schweden, Taiwan oder auch Deutschland.

Flaschenlagerung

Als Whiskyliebhaber aber auch als Neuling gibt es immer wieder Fragen zum Thema: Lagerung der Flaschen! Eine Frage, die mich von anfang an in meiner "Whisky-Karriere" interessierte, war die nach der Haltbarkeit von Whisky. Denn wenn ich schon mein Geld in solch ein teures Genussprodukt stecke, soll es im Schrank auch nicht "schlecht" werden. Wie lagere ich meine Flaschen richtig im geöffneten oder geschlossenen Zustand?

Geschlossener Zustand:

Hier gibt es eigentlich nur folgendes zu beachten.

1. Flasche sollte Stehend gelagert werden.

Das hat den Hintergrund, da bei den Flaschen in der Regel ein Gebrauchskorken benutzt wird, der letztendlich nicht ganz so dicht abschließt wie z.B. ein Weinkorken, der nur 1x geöffnet wird.

2. Größere Temperaturschwankungen sollten vermieden werden.

Auch hier liegt das „Problem“ im Gebrauchskorken. So kann bei höheren Temperaturschwankungen beobachtet werden, wie der Füllstand in der noch verschlossenen Flasche bei starken Temperaturveränderungen steigt / fällt, da hier einfach immer etwas Luft (und auch feinste bestandteile) durch en Korken an der Flaschenwand beim Korken „diffundiert“ dadurch kann bei mehrfacher Wiederholung der Füllstand in der Flasche etwas weniger werden.

3. Die Flasche sollte nicht direktem Licht ausgesetzt werden.

Eine optimale Lagerung findet also meist im (nicht zu feuchtem) dunklem Keller statt, der wenig Temperaturschwankungen über das Jahr hinweg aufweist. Grundsätzlich ist aber auch eine Lagerung im geschlossenen Schrank vollkommen in Ordnung.

Optimal gelagert kann ein Whisky so über Jahrzehnte in der Verschlossenen Flasche gelagert werden. Da passiert in der Flasche so gut wie: NICHTS.


Kommen wir nun zu den geöffneten Flaschen:

Erst einmal gilt hier genau das gleiche wie für geschlossene Flaschen! (Falschen Stehend, dunkel, trocken und temperaturharmonisch lagern)

Zusätzlich kommt bei geöffneten Flaschen das „Luft“ problem dazu. Hattest Ihr schon mal einen Whisky geöffnet diesen zu ¾ geleert und dann mehr als 1 Jahr im Schrank stehen? Falls ja, und du ihn nach dieser Zeit noch trinken konntest und dich keine scharfen Alkoholnoten und ein bitterer Geschmack davon abhielten, hattest du Glück. Sofern die Flasche offen ist und schon eine ordentliche Portion Whisky entnommen wurde, kann ein Whisky auch mal "kippen". Denn an dessen Stelle tritt Luft. Und die ist ab einer längeren Lagerzeit, das Problem.
Grundsätzlich können hochprozentige Alkoholika aufgrund ihres Alkoholgehalts nicht „schlecht“ werden. Aber sie können Ihren Geschmack sehr verändern. Je mehr Luft in der Flasche ist, desto näher rückt dieser Zeitpunkt. Der Sauerstoff innerhalb der Flasche reagiert mit Molekülen innerhalb des Whiskys und verwandelt sie in weniger bekömmliche Stoffe. Die Konsequenz: der Tropfen wird ungenießbar.
Was also tun?

Es gibt 2 Möglichkeiten.

Nr.1: schnelles Aufbrauchen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Whisky, dessen Flasche zur 3/4 mit Luft gefüllt ist, eine Lebensdauer von 1 bis 1,5 Jahren hat.

Nr. 2: Etwas gegen diesen Verfall tun! Und genau dazu muss die Luft aus der Flasche! Um dieses hinzubekommen gibt es eigentlich auch wieder 2 Optionen.

Option 1: Luft gegen Stickstoff / Edelgase / Kohlenstoffdioxid austauschen.
Kurz gesagt: Der Aufwand ist zu hoch und zu kostenintensiv. Da kann man lieber gleich einen neue Flasche hier im Shop kaufen. ;-)

Option 2: Die aus meiner Sicht sinnvollste (und auch beste/günstigste) Variante, die Lieblingswhiskys dauerhafter haltbar zu machen ist: Unterdruck!

Einfach die Luft aus der Flasche ziehen! Bei Whiskyflaschen, die ich nur hin und wieder öffne, verwende ich die Unterdruckpumpe Vacu Vin. (Diese ist auch bei mir im Shop HIER erhältlich!) Meine persönliche Meinung nach eine der besten und dauerhaftesten Unterdruckpumpen überhaut! Sie hat zwar den Nachteil, dass du für jede Flasche einen speziellen Verschluss benötigst, diese sind allerdings nachbestellbar. Und: Sie bewahren dich relativ günstig davor, deinen Single Malt zu verlieren.
Natürlich ist eine weitere Möglichkeit, den Whisky in kleinere Flaschen umzufüllen. Allerdings bin ich kein großer Fan davon, da zum einen andere Aromen in der "neuen" Flasche den Whisky stören könnten und zum anderen das Flaschenlabel fehlt.

Ich hoffe, ich konnte allen zu dem Thema ein paar nützliche Tipps liefern.

Whisky & Wasser

Macht Wasser den Whisky besser? Mit einem Schuss Wasser oder ohne?

Schon lange streiten sich Whisky-Freunde über die Frage, wie das Getränk am besten schmeckt. Manche Kenner führen dem Whisky per Pipette tröpfchenweise ausgesuchtes Quellwasser aus Schottland zu. Doch selbst dieses Verhalten ist in der Whiskyszene umstritten. Viele schwören auf den puren Genuss. Wer macht es besser? Oft höre ich bei Whiskyliebhabern: 'Ich trinke meinen Whisky nur pur'. Hmmm, sollte man diesen Satz so stehen lassen? Bestimmt nicht! Warum man seinen Whisky vielleicht doch einmal mit etwas Wasser verdünnen sollte und welches Wasser man am besten verwendet, darum kümmern wir uns in diesem Artikel.

Kommen wir zuerst zu einem kleinen „trocknen“ Absatz: Forscher fanden heraus, (Scientific Reports) dass sich bis zu einem Alkoholgehalt von etwa 45 Prozent der Geschmacksstoff „Guajacol“ eher an der Grenzschicht zwischen Flüssigkeit und Luft befindet und dort vermehrt freigesetzt wird. Dadurch könne der Stoff direkt Geruch und Geschmack des Whiskeys beeinflussen. Steigt der Alkoholgehalt hoch auf 59 Prozent oder mehr, sinkt der geschmacksvermittelnde Stoff hingegen eher ab und der Geschmack könnte weniger intensiv sein. Dies sei eine Erklärung dafür, dass sich das Verdünnen eines edlen Whiskys mit höherem Alkoholanteil durchaus lohnen könnte. Zudem erklären die Forscher warum die Verdünnung mit Wasser bei Whiskys in Fassstärke eine geschmackliche Veränderung zur Folge haben könnte. Allerdings müsse man bei dieser Prozedur sehr vorsichtig sein: Der Grad zwischen Hochgenuss und Ausschuss sei sehr schmal. Allerdings merken die Forscher selbst an, dass es in ihrer Studie nur darum ging, das chemische Verhalten auf molekularer Ebene zu untersuchen. Auf das ohnehin individuelle Geschmacksempfinden eines Menschen könnten noch andere Faktoren Einfluss ausüben.

Nun, kann man denn seinen Whisky mit Wasser trinken? Die Antwort ist: Ja! Es macht bei vielen Whiskys durchaus Sinn. Nicht aber bei allen Whisky´s! Whiskys mit hoher Alkohlstärke zeigen unter Zugabe von Wasser häufig eine ganz neue Aromenwelt und machen richtig „auf“.

Und was ist denn nun die ideale Alkoholstärke für meinen Whisky?

Diese Frage muss sich jeder Whiskyliebhaber für sich selbst beantworten. Whiskys mit einer Alkoholstärke von 46%-48% bieten meist wenig Spielraum zum Verdünnen. Fassstärke Whisky´s die meist mit Alkoholstärken von über 50% über den Tisch gehen, bieten da schon mehr Möglichkeiten. Ich empfehle immer: Experimentiert einfach ein wenig herum! Ein toller Malt der sich zum verdünnen hervorragend eignet ist Beispielsweise der: „Amrut Intermediate Sherry 57,1%“ aus Indien. Dieser Whisky dreht nach Zugabe von ein Paar tropfen Wasser richtig auf. Ein tolles ERLEBNIS! ;-)

Das „richtige“ Wasser.

Welche Wasser eigenen sich zum Verdünnen von Whisky? Grundsätzlich eigenen sich besonders stille und mineralarme Wasser für das Verdünnen von Whisky. In Deutschland ist die Wasserqualität in vielen Bereichen so überdurchschnittlich gut, dass man meist sogar das Wasser aus dem Wasserhahn verwenden kann. Die Schotten verwenden für die Verdünnung Ihres Whiskys ausschließlich frisches Quellwasser aus heimischer Herkunft. Wer in Schottland einen Whisky bestellt, erhält gleichzeitig einen Krug mit Quellwasser direkt aus dem Wasserhahn. Natürlich gibt es Bereiche in Deutschland, wo das Wasser sehr Kalk und Mineralhaltig ist. Um den Geschmack des Whiskys nicht zu verfälschen, sollte man hier dann doch zu möglichst mineralarmen Wassern aus der Flasche greifen. Mineralwasser werden entsprechend Ihrem Mineralgehalt in 'arme' und 'reiche' Sorten aufgeteilt. Je nachdem wieviel mineralischen Inhalt das Wasser mit sich führt. Höchstwerte der 'reichen' Mineralwasser betragen ca. 40 Gramm Mineralien je Liter. Diese sind für die Verdünnung von Whisky eher ungeeignet. (z.B. Apolinaris, Gerolsteiner, Fachinger) Zu den mineralärmeren Sorten (ca. 1 Gramm Mineralien je Liter oder weniger) gehören zum Beispiel Wasser von den bekannten 'Franzosen' Volvic, Evian, oder Perier. Ein sehr schönes Wasser mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, da es auch sehr geschmacksneutral ist, ist das „Hornberger Lebensquell naturelle“. Es muss nicht immer das Wasser aus Schottland oder Frankreich sein. ;-)

Eine weitere Alternative stellt destilliertes bzw. deionisiertes Wasser dar. Der neutrale Geschmack des Wassers verfälscht den Eigengeschmack des Whiskys ebenfalls nicht. Aber Achtung: Wenn Ihr Euch für destilliertes Wasser entscheiden solltet. Dieses Wasser nie in größeren Mengen Pur trinken! Der Mangel an Ionen kann Ihren körpereigenen Mineralhaushalt gravierend stören.