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Das Torf-Kompendium: Was du über rauchige Whiskys wissen musst

Ich liebe rauchige Whiskys, wenn das Bouquet an Torfaromen förmlich aus dem Glas drückt und deine Nase bedeckt. Aber nicht zu Beginn eines Whisky-Tastings. Wenn du also planst, mehrere Single Malts hintereinander zu verkosten, dann beginne nicht mit der Rauch-Bombe. Deren Bouquet besteht selbst bei geringer Fasslagerung aus derart vielen Aromen, dass nachfolgende Whiskys Schwierigkeiten haben, an deine Sinneszellen zu gelangen.

Heute möchte ich dir zeigen, wieso dies so ist.

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• Bandbreite der Rauchigen Malts

• Was ist der Unterschied zwischen „torfig“ und „rauchig“?

• Was hat es mit dem Torf auf sich?

• Was bedeutet „Peated“, „ppm“?

• Wie kommt der Rauch in unseren Whisky?

Was ist der Unterschied zwischen „torfig“ und „rauchig“?

„Torfig“ zu „rauchig“ verhält sich wie die Begriffe „Vetter“ zu „Cousin“ oder „Geige“ zu „Violine“. Es sind Synonyme.

Zumindest in unserem täglichen Sprachgebrauch, zumindest dann wenn wir Whiskys verkosten. Denn per definitionem sind Synonyme 2 Begriffe, die unter allen Umständen dieselbe Bedeutung haben.

Bei „torfig“ und „rauchig“ ist dies aber nicht der Fall. Du kannst die beiden nicht beliebig durch den anderen Begriff ersetzen.

• Der Laphroaig 10 Jahre Single Malt Whisky ist der Inbegriff eines „torfigen“ Single Malts. Die Destillerie räuchert das Malz die sie durch Verbrennen von Torfballen erhält.

• Nimmst du jetzt aber einen Malt, dessen Malz nicht mit Torf in Berührung kam. Kannst du in diesem unter Umständen dennoch Rauch-Aromen entdecken. Wie? Durch das Fass.

Während der Fasslagerung findet unter anderem ein Abbau des Holzmoleküls Lignin statt. Dessen Abbauprodukte wie Guajakol oder Eugenol besitzen eine rauchige Note. Gelangen diese also in deinen Single Malt, kann dieser durchaus ein rauchiges Bouquet erhalten, ohne je mit Torf in Berührung zu kommen.

Du kannst es dir so merken: Torfige Whiskys sind immer rauchig, rauchige Whiskys aber nicht immer torfig.

Phenol (auch Hydroxybenzol oder Karbolsäure C6 H5 OH )

(oder auch: die Ezzenz von Rauch ;-)

ist eine farblose, kristalline und ätzende aromatische Verbindung, die aus einem Benzolring und einer Hydroxygruppe besteht. Es ist ein wichtiger Ausgangsstoff in der chemischen Industrie zur Herstellung von Kunstharzen, Kunststoffen (Polycarbonat, Epoxidharz), Arzneimitteln (wie Aspirin) und Farbstoffen.

Wichtige Fakten und Eigenschaften zu Phenol:

Struktur: Ein Benzolring direkt verbunden mit einer Hydroxygruppe (-OH). Es ist der einfachste Vertreter der Stoffklasse der Phenole.

Physikalische Eigenschaften: Schmilzt bei ca. 41-43 Grad, siedet bei 182 Grad. Es bildet farblose Nadeln, die oft rötlich-braun verfärbt sind und durchdringend, aromatisch riechen.

Chemische Eigenschaften: Phenol ist eine schwache Säure (pKs = 10) und reagiert mit Basen zu Phenolaten. Es ist gut löslich in Ethanol, Ether und Wasser.

Toxizität: Phenol ist giftig und stark ätzend. Es verursacht schwere Verätzungen und kann über die Haut in den Körper gelangen, was zu Nerven- und Organschäden führen kann.

Herstellung: Der Hauptsyntheseweg erfolgt über das umolhydroperoxid-Verfahren.

Verwendung: Neben der Kunststoffproduktion (Phenolharze, Bisphenol A) dient es als Zwischenprodukt in der Synthese von z.B. Caprolactam, Salicylsäure und als Desinfektionsmittel (in geringen Mengen).

Früher wurde Phenol aufgrund seiner bakteriziden Wirkung als Desinfektionsmittel eingesetzt, was aufgrund der Toxizität jedoch stark reduziert wurde.