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Was ist Whisky & welche Sorten gibt es?

Grain Whisky, Rye Whisky, Corn Whisky, Burbon, Blended Scotch und natürlich der Single Malt Whisky. Alle diese Sorten und wichtige Whiskybegriffe behandeln wir in diesem Artikel.

Whisky eine Spirituose, die aus überraschend wenigen Grundzutaten, in wesentlichen Getreide, Wasser und Hefe in einem Destillationsprozess hergestellt wird. Anschließend reift dieser Rohbrand in Holzfässern. Die Qualität und Beschaffenheit des Wassers, die Verarbeitung des Getreides, die etlichen Variationen des Brennvorgangs und die Fassarten sowie die darin verbrachte Reifezeit bestimmen den Geschmack des Whiskys. Vor allem die unterschiedlichen Fasstypen sind maßgeblich an der Geschmacksbildung beteiligt. Siehe auch den folgenden Artikel über Lagerung & Fassarten. Es gibt allerdings auch Richtlinien, die die Vielfalt der Produktion teilweise einschränken. Ein Beispiel: Whisky jeder Art ist die Vorgabe, die besagt, dass die Spirituose mit wenigstens 40% Alkohol abgefüllt werden muss. Die verschiedenen Whiskykategorien haben dazu jeweils ihre eigenen orts- und namensbezogenen Richtlinien, durch die sie sich von den anderen unterscheiden lassen.

Unterscheidung nach Getreideart.

Whisky ist unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel erhältlich. Dabei wird zum einen die unterschiedliche Getreideart benannt, aus der der Whisky hergestellt wurde:

  • Grain Whisky bezeichnet Destillate, die aus Weizen, ungemälzter Gerste und Hafer und/oder Roggen (in Kanada und in den USA) und/oder Mais (in den USA) hergestellt werden. Sie werden fast ausschließlich für Blended Whiskys verwendet.
  • Rye Whisky bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Roggen hergestellt wurde (min. 51%).
  • Bourbon bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Mais hergestellt wurde (min. 51%).
  • Corn bezeichnet Whisky, der überwiegend aus Mais hergestellt wurde (min. 80%).
  • Malt bezeichnet Whisky, der ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt wurde.

Hier nun einige der wichtigsten Whisky-Sorten:

Zuerst der Malt Whisky, er ist für viele Whiskyfans der Olymp der Whiskyherstellung. Diese Variante ist der älteste überlieferte Ursprung der Whiskyherstellung. Bei dem Malt Whisky ist vorgegeben, dass das verwendete Getreide zu 100% gemälzte Gerste sein muss und der Whisky mindestens drei Jahre im Fass reifen muss. Es gibt zwei Kategorien, die dem Malt unterzuordnen sind: der Single Malt Whisky und der Blended Malt Whisky (auch Vatted Malt genannt). Ein Single Malt Whisky enthält das Erzeugnis aus lediglich einer Brennerei, wohingegen bei einem Blended Malt mehrere Brennereien beteiligt sind, deren Produkte miteinander vermählt werden.

Ein Blend ist eine Mischung (Verschnitt) von verschiedenen Whiskys. Als Grundlage für einen Blend wird oft Grain Whisky (kontinuierlich destillierter Whisky aus verschiedenen Getreidesorten) verwendet und zum Teil bis zu 50 andere Whiskys hinzugemischt. In Schottland werden die folgenden Arten von Blends unterschieden:

  • Blended Malt (auch Vatted oder Pure Malt): Der Whisky stammt aus den Fässern unterschiedlicher Destillerien und wurde vollständig aus gemälzter Gerste hergestellt. Ein bekannter Blended Malt ist etwa Johnnie Walker Green Label.
  • Der Blended (Scotch) Whisky ist immer eine Mischung von verschiedenen Destillaten aus gemälztem und ungemälztem Getreide. Er ist eine eigenständige Kategorie, die neben dem Malt Whisky Bestand hat. In seiner klassischen Form ist er ein Mix aus Malt Whisky und Grain Whisky. Grain ist allgemein weniger intensiv und milder als ein Malt Whisky. In einem Blend kommen daher meist die verwendeten Malt Whiskys für den Geschmack. Nicht nur in Schottland werden Blended Whiskys hergestellt, auch z.B. in Kanada gibt es nahezu ausschließlich diese Variation von Whisky. Dort wird ein hochprozentiger destillierter Whisky als Basis verwendet, der dann mit milderen Destillaten vermengt wird. Grain Whisky kann als Single Grain auch einzeln abgefüllt werden.
  • Blended Grains sind Whiskys, die nur aus Grain-Whiskys (kontinuierlich gebrannter Getreideschnaps, während Malt-Whisky nur aus gemälzter Gerste hergestellt wird) aus verschiedenen Brennereien verschnitten sind, denen aber im Gegensatz zu Blended Whiskys kein Single-Malt-Whisky zugesetzt wurde

In den USA ist Bourbon der Klassiker. Er kommt zu einem Großteil aus Kentucky. Trotz des höheren Maisanteils wird man immer einen Anteil an Gerstenmalz für die Produktion brauchen, weil dadurch die Umsetzung von Stärke zu Zucker angetrieben wird. Weiterhin wird der Burbon durch die Richtlinien in der USA vorschreiben, dass Bourbon nur in "frischen", ausgekohlten Eichenfässern reifen darf. Daher können die Produzenten von Single Malt auf die vielen ausrangierten Fässer aus den USA zurückgreifen und ihren Whisky darin lagern.

Rye Whisky stammt ebenfalls aus Amerika. Obwohl diese Whiskeysorte in Amerika die längste Tradition hat, wird sie heute nur noch wenig produziert. Wahrscheinlich ist dieser Beliebtheitsverlust auf den doch sehr eigenwilligen Charakter zurückzuführen. Durch den hohen Roggenanteil entsteht im Mund eine bittere Trockenheit, die nicht jedermann gefällt.

Schlussendlich haben wir da natürlich noch den Scotch. Wenn wir von einem Scotch Whisky reden, bedeutet es, daß der Whisky in Schottland destilliert und gelagert wurde. Was sich Scotch nennen darf und was nicht, ist genau geregelt. (The Scotch Whisky Order/Vereinigten Königreich) So darf ein Whisky nur dann als Scotch bezeichnet werden, wenn er nach der Destillation mindestens drei Jahre in einem Fass in Schottland gelegen hat. Whiskys aus Amerika, Irland oder Japan dürfen zwar Single Malt Whisky heißen, nicht jedoch Scotch. Irische und amerikanische Produkte führen in der Regel die Bezeichnung Whiskey.

Hintergrundwissen - Wichtige Whiskybegriffe

  • Rohbrand (New Spirit): Als New Spirit werden frische Destillate bezeichnet, die die Mindestanforderungen an Whisky laut Definition erfüllen.
  • Fasstärke (Cask strength): Einem Whisky wurde vor der Abfüllung kein Wasser mehr zugesetzt. Der Alkoholgehalt dieser Whiskys ist unterschiedlich, da er je nach Lagerungsdauer, Umweltbedingungen, der Qualität des Fasses und nicht zuletzt nach Alkoholgehalt des Ursprungsdestillats variiert. Cask Strength hat nichts unmittelbar mit dem Alkoholgehalt zu tun. Ein Verschnitt verschiedener Fässer einer Destillerie hat Fassstärke, solange kein Wasser hinzugefügt wurde.
  • Jahrgangswhisky (Vintage): Der verwendete Whisky stammt aus dem bezeichneten Jahrgang.
  • Einzelfass (Single cask / barrel): Der Whisky stammt aus einem einzelnen Fass und wird nicht mit anderen Fässern vermischt. Meist werden die Flaschen fortlaufend nummeriert. Die Qualität kann bei jeder verschiedenen Abfüllung unterschiedlich sein.
  • Ausbau (Finish): Viele Destillerien lagern den Whisky zusätzlich über einen bestimmten Zeitraum nochmal in anderen Fassarten für einen gewissen Zeitraum nach. Die Destillerien geben einen Hinweis auf die Herkunft der zur Lagerung des Whiskys benutzten Fässer. Zum Beispiel: „Port Wood Finish“ bedeutet, dass der Whisky (teilweise) in ausgedienten Portweinfässern gelagert wurde. Siehe auch: Whisky finish.
  • Und natürlich: Slàinte mhath. Das ist ein schottischer Trinkspruch, der so viel wie „auf die Gesundheit“ heißt. Denn Slàinte heißt auf Gälisch „Gesundheit“ und „mhath“ wird mit „gut“ übersetzt. Der Wortstamm slán ist verwandt mit dem deutschen Wort „seelig“ und dem lateinischen „salus“ für Gesundheit. Auch heute prostet man sich in Frankreich mit „santé“ und in Italien mit „salute“ zu. ;-)